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Ich liebe Beton.
Er ist kalt, hässlich, grau, grob, hart, unnachgiebig,
gewöhnlich. Manche sagen sogar, er tötet die Lust,
zumindest aber die Natur. Trotzdem liebe ich ihn. Weil er
auch ganz anders sein kann. Man muss ihn nur richtig anfassen,
verstehen, mit ihm umzugehen. Dann eröffnet er ungeahnte
Dimensionen. Er ist fast grenzenlos und creativ formbar, ökologisch,
anpassungsfähig und nahezu unzerstörbar. Er ist
recyclebar, brennt nicht, hält Hitze, Kälte, Lärm
ab. Und er verträgt sich wunderbar mit vielen anderen
Materialien.
Ich weiß, ich teile diese Liebe mit großen Architekten,
Ingenieuren, Künstlern und Designern. Auch in der Antike
wusste man schon wahre Meisterleistungen mit ihm zu verbringen.
Und das gute Kölner Wasser wäre ohne opus caementitium
sicher erst viel später aus der Eifel in unsere Stadt
geflossen.
Liebe braucht Raum. Deshalb gibt es jetzt
"Locus Caementitium - Raum für Beton". Jedes
ausgestellte Objekt ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung
mit dem fließenden Stein und gleichzeitig eine sehr
persönliche Liebeserklärung.
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